Der teuerste Nostalgie-Act im MMA hat gerade einen Teil seiner Verhandlungsmacht eingebüßt.
Conor McGregors Comeback bei UFC 329 sollte die alte Sportfrage beantworten: Steckte nach dem ganzen Geld, der Auszeit und dem endlosen Spektakel noch immer ein gefährlicher Kämpfer dahinter? Doch der Kampf gegen Max Holloway kam kaum richtig in Schwung, bevor eine schwere Knieverletzung das Comeback zu einem weiteren ungelösten Kapitel in McGregors Karriere machte. Sein Trainer gab an, die Verletzung sei durch den ersten Kick entstanden, den McGregor ausgeführt hatte – ein bitteres Detail für jeden, der Aktivität, Schärfe oder Belastbarkeit als Teil der nächsten Vertragsverhandlungen anpreisen will.
Das ist der Rahmen, den Chael Sonnen nun für McGregors Zukunft vorgibt. Der ehemalige UFC-Champion in zwei Gewichtsklassen hat öffentlich erklärt, dass er noch zwei Kämpfe in seinem aktuellen Vertrag hat und bereits einen Kampf im April als nächsten Schritt ins Auge gefasst. Sonnens Einschätzung ist ernüchternder: Nach der Niederlage gegen Holloway könnte die UFC einen neuen Vertrag mit McGregor nicht als gutes Geschäft ansehen.

Conor McGregors Zukunft in der UFC steht nach der Niederlage bei UFC 329 erneut in Frage.
McGregor gehört nach wie vor zu den wenigen Namen im Kampfsport, die den Markt im Alleingang bewegen können. Daran hat sich auch nach diesem einen schwachen Kampf nichts geändert. Das Problem ist, dass die UFC mit McGregors Gehalt nicht einfach nur Aufmerksamkeit kauft; sie kauft sich eine ganze Kampfwoche, einen Hauptkampf, einen Gegner, einen Aufhänger für die Fernsehsender und idealerweise die Überzeugung, dass der Kampf auch nach dem Kampf bestehen kann.
UFC 329 erschwerte diese Argumentation. McGregor hatte im Vorfeld so gesprochen, als sei er für weitere Kämpfe mit der UFC offen, und der Termin im April war Berichten zufolge Teil der Rückkehrgespräche, damit sein Terminkalender nicht auf Eis gelegt werden konnte. Sonnen sagte in der Sendung „On the Road“, die Verhandlungsposition habe sich deutlich verändert, und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass es eine Vertragsverlängerung geben wird.“
Chael Sonnen fragt sich, ob die UFC immer noch die Prämie zahlt.
Sonnen wollte nicht behaupten, McGregor sei nicht mehr berühmt. Vielmehr argumentierte er, dass erstklassige Möglichkeiten auch einen Premiumvertrag erfordern. Wenn die UFC es nicht eilig habe, den einst versprochenen Kampf gegen Michael Chandler wieder aufleben zu lassen, gebe es wenig Grund, jetzt nach einem Comeback, das fast so schnell endete, wie es begonnen hatte, ein plötzliches Gerangel zu erwarten.
- McGregor erlitt kurz nach Beginn seines UFC 329-Kampfes gegen Max Holloway eine schwere Knieverletzung.
- Sein Trainer sagte, die Verletzung sei beim ersten Trittversuch von McGregor passiert.
- McGregor hat erklärt, dass UFC 329 der vorletzte Kampf seines aktuellen UFC-Vertrags war.
- Als Teil des Plans für seine verbleibenden Aktivitäten wurde ein Kampftermin im April genannt.

McGregors Free Agency, BKFCs Verhandlungsmacht und die schwierige Entscheidung der UFC
Sollte McGregor im nächsten Jahr seinen letzten Kampf im Rahmen seines UFC-Vertrags bestreiten, beginnt der eigentliche Kampf um die besten Plätze. Er hat eine Alternative, die den meisten UFC-Stars fehlt: BKFC, die Bare-Knuckle-Liga, an der er Anteile besitzt. Das bedeutet zwar nicht automatisch ein Bare-Knuckle-Debüt, verschafft seinem Team aber ein starkes Druckmittel, und konkurrierende Veranstalter hätten allen Grund, enorme Angebote zu machen, nur um seinen Namen auf einem Plakat zu sehen.
Das Gegenargument der UFC liegt auf der Hand. McGregor erregt nach wie vor Aufmerksamkeit in einem Ausmaß, das die meisten Champions nicht erreichen, doch die Zukunft im Leicht- und Weltergewicht lässt sich nicht ewig von Wunschdenken bestimmen. Sollte er fit sein und im April angesetzt, wird dieser Kampf mehr als nur eine Abschiedspflicht; er wird zum Beweis dafür, ob die UFC ihm noch einmal Geld zahlen sollte. Ein starker, überzeugender Auftritt würde die Tür für eine weitere Zusammenarbeit offenhalten. Ein weiterer schwacher Auftritt hingegen ließe Sonnens Vorhersage weniger wie eine Provokation und mehr wie eine Abrechnung wirken.
| Problem | Wo es steht |
|---|---|
| Aktueller Deal | McGregor bezeichnete UFC 329 als den vorletzten Kampf seines Vertrags. |
| Letzter Kampf | Bei UFC 329 verlor er gegen Max Holloway, nachdem er sich frühzeitig eine Knieverletzung zugezogen hatte. |
| Gemeldete Ursache | Sein Trainer sagte, die Verletzung sei durch McGregors ersten Tritt im Kampf entstanden. |
| Nächstes Ziel | McGregor behauptet, er sei bereits für April gebucht. |
| UFC-Frage | Sonnen bezweifelt, dass die Promotion sich auf eine neue Vereinbarung stürzen wird. |
| Fremdhebel | Die Möglichkeit, Free Agent zu werden, könnte McGregor erlauben, Angebote, darunter auch von BKFC, in Betracht zu ziehen. |
Bevor man das Kapitel endgültig abschließen kann, steht noch ein letzter UFC-Kampf an. Vorerst wird der wohl kommerziell erfolgreichste Kämpfer der Unternehmensgeschichte nach seiner Niederlage gegen Max Holloway bei UFC 329 Free Agent.
Kampfgerede
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