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Warnung von John McCarthy vor dem Vermächtnis von Alex Pereira

großer John

Alex Pereira hat einen Teil seines Mythos dadurch geschaffen, dass er fast nichts gesagt hat.

Deshalb wirkt die aktuelle Version der Geschichte so befremdlich. Nach seiner Titelkampfniederlage gegen Ciryl Gane am 14. Juni im Weißen Haus hat Pereira das Ergebnis nicht einfach hingenommen und sich ins Training zurückgezogen. Er hat weiterhin Herb Dean kritisiert, Beiträge veröffentlicht und sogar eine Petition unterstützt, die Deans Absetzung als Ringrichter fordert.

John McCarthy , einer der bekanntesten Kampfrichter in der Geschichte des MMA, hält nichts von der Kampagne. Im Podcast „Weighing In“ verteidigte McCarthy Dean wegen der nicht gegebenen Schläge, die Pereira als Treffer am Hinterkopf ansah, und argumentierte, dass Pereiras öffentliche Reaktion seinem Image, das ihn so charismatisch gemacht hatte, zu schaden beginne.

Alex Pereira UFC

Die Debatte um Alex Pereiras Vermächtnis verschärft sich nach Kritik von Herb Dean.

Pereiras Wut ist verständlich. Kämpfer dürfen Einspruch erheben, wenn sie der Meinung sind, ein unerlaubter Schlag habe das Ergebnis eines Meisterschaftskampfes beeinflusst, und bei seinem Debüt im Schwergewicht stand enorm viel auf dem Spiel. Durch seinen rasanten Aufstieg, seine Erfolge in verschiedenen Gewichtsklassen und seine kühle Ausstrahlung, die jeden Einmarsch der Fans zu einem Ereignis von mehr als nur sportlicher Bedeutung werden ließ, war er bereits zu einer seltenen Attraktion der UFC geworden.

McCarthys Frage ist nicht, ob Pereira sich ungerecht behandelt fühlt. Vielmehr geht es darum, ob die wiederholten öffentlichen Angriffe untypisch für einen Kämpfer sind, dessen Image auf Zurückhaltung beruht. McCarthy verglich Pereiras frühere Aura mit der stillen Strenge von Fedor Emelianenko und meinte, dass ständige Online-Anfeindungen den Mythos um eine solche Figur geschwächt hätten.

John McCarthy sagt, die Beschwerde sei zu weit gegangen.

McCarthy räumte zwar ein, dass ein Kämpfer sich benachteiligt fühlen könne, zog aber eine Grenze bei der anhaltenden Kampagne gegen Dean. Seine unmissverständliche Antwort auf die Frage, ob dies Pereira schade, lautete: „Ich glaube schon.“ Das ist wichtig, denn McCarthy ist nicht einfach nur ein weiterer Kommentator, der sich unbeteiligt äußert; er ist ein ehemaliger Top-Kampfrichter, der sowohl den Streit um die Kampfrichterentscheidung als auch die Außenwirkung eines Superstars analysiert, der die Angelegenheit nicht ruhen lassen will.

  • Pereira unterlag Ciryl Gane am 14. Juni in einem UFC-Titelkampf im Weißen Haus.
  • Im Mittelpunkt seiner Beschwerde stehen Schläge, die seiner Ansicht nach seinen Hinterkopf getroffen haben.
  • Herb Dean verhängte während der umstrittenen Sequenz keine Strafe.
  • McCarthy verteidigte Dean und kritisierte Pereiras anhaltende öffentliche Reaktion.

 

Die Kontroverse um Herb Dean bringt Pereira in eine unangenehme Lage bei der UFC.

Pereira befindet sich sportlich und öffentlich in einer schwierigen Lage. Der Wechsel vom Halbschwergewicht ins Schwergewicht war bereits riskant, und eine Niederlage in diesem Umfeld würde ihm die Möglichkeit eines weiteren Titels oder eines entscheidenden Sieges verwehren. Je länger die Debatte um Dean andauert, desto leichter driftet das Gespräch von Pereiras Ambitionen hin zu seiner Unfähigkeit, sich weiterzuentwickeln.

Auch die Gewichtsklasse hat hier Auswirkungen. Im Schwergewicht braucht man keine weitere ungelöste Schiedsrichterdebatte, die den Titelkampf überschattet, und Pereiras Star-Appeal sorgt dafür, dass seine Beschwerden mehr Gewicht haben als die der meisten anderen. Wenn die UFC ihn in einem großen Kampf zurückhaben will, muss sie entscheiden, ob sie die Kontroverse ausnutzt, ihn von ihr fernhält oder die Zeit die Arbeit erledigen lässt, die die sozialen Medien bisher verweigert haben.

Schlüsselfigur Wo steht die Geschichte?
Alex Pereira Auch nach seiner Niederlage gegen Gane kritisierte er weiterhin die Schiedsrichterleistung.
Herb Dean Pereira kritisierte ihn dafür, dass er mutmaßliche Schüsse auf den Hinterkopf nicht bestrafte.
John McCarthy Dean verteidigen und gleichzeitig Pereira vor den Folgen für sein Image warnen.
Cyryl Gane Der Gewinner des Titelkampfes am 14. Juni im Weißen Haus.
Henry Cejudo Auch er gehört zu denen, die Deans Schiedsrichterleistung in letzter Zeit kritisiert haben.
Dana White Laut McCarthy ist eine Rückkehr zum UFC-Schiedsrichterdienst aufgrund seiner Tätigkeit für andere Veranstalter unwahrscheinlich.

Pereiras Anziehungskraft reichte schon immer weit über seine Titel hinaus: sein stoisches Gesicht, sein linker Haken, seine Weigerung, durch Provokationen Aufmerksamkeit zu erregen. Deshalb trifft McCarthys Kritik ins Schwarze. Die Beschwerde mag zwar eine sportliche Grundlage haben, doch die Kampagne darum ist nach Pereiras Niederlage gegen Ciryl Gane am 14. Juni nun Geschichte.

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