Conor McGregors Problem ist nicht mehr nur das Knie.
Das war der Kern von Dustin Poiriers Reaktion nach UFC 329, wo McGregors lang erwartetes Comeback gegen Max Holloway nur 69 Sekunden dauerte, bevor eine Knieverletzung den Kampf vorzeitig beendete. Über den Abbruch, den Zeitpunkt, die medizinischen Details und das ganze Pech lässt sich sicherlich streiten. Poirier ging jedoch einen Schritt weiter: Er fragte sich, ob McGregor überhaupt noch die Lust auf die unsichtbaren Qualen hat, die einem Comeback vorausgehen.
Poiriers Einschätzung wirkt anders, weil er kein distanzierter Analyst ist, der über McGregors Denkweise spekuliert. Er stand dreimal mit ihm im Käfig, stand ihm gegenüber, als sich McGregor bei UFC 264 im Juli 2021 das Bein brach, und weiß, wie viel von der Karriere eines Kämpfers abseits des Rampenlichts passiert. In der Sendung „THE FIGHT with Teddy Atlas“ reduzierte Poirier McGregors Situation nicht auf Reichtum oder Alter. Er fragte ihn, ob der irische Star sich noch immer zum Kampf selbst oder eher zum Gerede hingezogen fühlt.

Dustin Poirier stellt Conor McGregors Comeback nach seiner Verletzung bei UFC 329 in Frage.
Poiriers Analyse war treffend, denn McGregor hatte vor dem Rückkampf gegen Holloway fünf Jahre lang nicht mehr in der UFC gekämpft. In dieser Zeit blieb der ehemalige Doppelchampion berühmt, reich und in aller Munde, aber nicht aktiv. Der Sport entwickelte sich weiter. Die Diskussionen um die Leicht- und Federgewichte veränderten sich. McGregors Rückkehr sollte dem letzten Abschnitt seines UFC-Vertrags eine klare Richtung geben; stattdessen führte sie zu einem weiteren medizinischen Rückschlag.
Poiriers Kernaussage war nicht, dass McGregor nicht mehr kämpfen kann. Vielmehr ging es darum, dass der Wunsch zu kämpfen im alten Sinne etwas ganz Besonderes ist. Es bedeutet, die Kondition wieder aufzubauen, Wiederholungen zu ertragen, im Trainingslager Schläge einzustecken, Langeweile zu ertragen und Unbehagen in Kauf zu nehmen, obwohl Komfort bereits vorhanden ist. Poirier deutete an, McGregor sei möglicherweise „süchtig nach dem Rampenlicht“ – eine kurze, aber treffende Formulierung, die Ruhm und Kampfgeist klar voneinander trennt, anstatt sie gleichzusetzen.
Warum Poiriers Kritik besonderes Gewicht hat
Poirier hat sich das Recht verdient, hier unsentimental zu sein. Seine eigene Karriere basiert auf langen Aufstiegen, schmerzhaften Rückschlägen und Niederlagen auf hohem Niveau, die ihn jedoch nicht vom Weg abgebracht haben. Das macht ihn nicht zum Gedankenleser, und er behauptete auch nicht, McGregors private Motivation mit Sicherheit zu kennen. Doch als jemand, der im Umfeld von McGregor und in genügend harten Trainingslagern dabei war, um den Unterschied zu kennen, ist seine Skepsis kein bloßes Gerede.
- Der Rückkampf zwischen McGregor und Max Holloway bei UFC 329 endete nach 69 Sekunden.
- Der Kampf wurde aufgrund einer Knieverletzung am rechten Knie abgebrochen, die sich der Spieler während des Kampfes zugezogen hatte.
- McGregor hatte seit dem dritten Kampf gegen Poirier bei UFC 264 keinen UFC-Kampf mehr bestritten.
- Laut der Quelle hat er noch einen Kampf in seinem UFC-Vertrag.

Conor McGregors letzter UFC-Kampf steht nun vor einer schwierigeren Frage.
McGregor hat öffentlich eine Operation und einen weiteren UFC-Auftritt als seinen Weg nach vorn genannt, doch dieser Plan steht nun unter verstärkter Beobachtung. Ein Comeback nach einer längeren Auszeit ist schon schwierig genug. Ein Comeback nach einer weiteren Verletzung, einem weiteren Jahr der Ungewissheit und einer weiteren öffentlichen Kritik ist eine ganz andere Herausforderung. Die UFC kann den Einlauf, den Gegner und die Nostalgie vermarkten, aber sie kann McGregor nicht in den privaten Momenten, von denen Poirier spricht, vermarkten.
Die Auswirkungen der Division sind eher unschön als eindeutig. Holloway geht zwar als Sieger hervor, doch das 69-Sekunden-Finale lässt kaum erkennen, wo die beiden Kämpfer in einem längeren Kampf wirklich stehen. McGregors letzter vertraglich vereinbarter Kampf bleibt ein lukratives Geschäft, doch sportlich wird es schwieriger, ihn zu positionieren, solange er kein ernsthaftes Trainingslager absolvieren und gesund antreten kann. Für die UFC geht es im nächsten Schritt weniger darum, die spektakulärste Paarung zu finden, sondern vielmehr darum, ob es einen realistischen Zeitplan gibt, der ein weiteres Comeback nicht in ein weiteres ungelöstes Spektakel verwandelt.
| Abbildung | Nachwirkungen von UFC 329 |
|---|---|
| Conor McGregor | Verließ den Rückkampf gegen Holloway aufgrund einer Knieverletzung am rechten Knie und der drohenden nächsten Auszeit. |
| Dustin Poirier | Es wurde in Frage gestellt, ob McGregor die täglichen Anforderungen des Kampfsports noch immer auf sich nehmen will. |
| Max Holloway | Der Sieg wurde zwar verbucht, doch das kurze Ende hinterließ ein unbefriedigendes Gefühl. |
| Dana White | Nach der Veranstaltung wies er Gerüchte zurück, McGregor habe zuvor Knieprobleme gehabt. |
| Sean O'Malley | Auch die Theorie, dass es vor dem Kampf zu einem Knieangriff gekommen sei, wurde in der breiteren Reaktion in Zweifel gezogen. |
| UFC | McGregor ist laut seinem aktuellen Vertrag noch an einen verbleibenden Kampf gebunden. |
Poiriers Argumentation ist schlagfertig, weil sie den romantischen Mythos des Comebacks entzaubert. McGregor kann nach wie vor Aufmerksamkeit erregen, ohne viel beweisen zu müssen; das tut er seit Jahren. Ein erneuter Kampf ist eine ganz andere Herausforderung, und Poirier betont, dass diese Herausforderung lange vor dem Einschalten der Arenalichter beginnt. McGregors Comeback nach UFC 329 endet vorerst mit einer geplanten Operation und einem verbleibenden UFC-Kampf in seinem Vertrag.
Kampfgerede
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