Reinier de Ridder schlägt am Samstag in Sacramento, Kalifornien, ein neues Kapitel in der UFC im Halbschwergewicht auf und trifft dort auf Roman Dolidze. Der Wechsel des niederländischen Veteranen vom Mittelgewicht ist laut de Ridder keine spontane Reaktion auf seine jüngsten Ergebnisse. Er erklärte, die Idee habe ihn schon länger beschäftigt, unter anderem während der Vorbereitung auf die Kämpfe gegen Bo Nickal und Robert Whittaker, als es ihm zunehmend schwerfiel, das Gewichtslimit im Mittelgewicht einzuhalten.
De Ridder erklärte, die Belastung habe sich nicht nur auf das Wiegen beschränkt. Das Trainingslager könnte sich schwierig gestalten, da er zweimal täglich trainierte und sich nicht so erholen und ernähren konnte, wie er es für nötig hielt. Das Mittelgewicht bot ihm weiterhin attraktive Kämpfe, die er nur schwer aufgeben konnte, weshalb er den Wechsel nach seinem UFC-Debüt hinauszögerte. Nun hat de Ridder jedoch seine Position klargestellt: Er ist überzeugt, dass der Wechsel richtig ist und hat erklärt, nicht ins Mittelgewicht zurückkehren zu wollen. Der Kampf gegen Dolidze ist daher sowohl sein Debüt im Halbschwergewicht als auch die erste öffentliche Bewährungsprobe für eine Entscheidung, die er schon lange vor dieser Woche erwogen hatte.

Warum de Ridder sich für das Halbschwergewicht entschieden hat
Reinier de Ridder betritt mit seinem Wechsel ins Halbschwergewicht kein unbekanntes Terrain. Vor seinem UFC-Debüt feierte er in dieser Gewichtsklasse vier Siege in Folge durch K.o. oder Aufgabe. Auch bei ONE Championship sammelte er in dieser Gewichtsklasse wertvolle Erfahrung, gewann den Titel, verteidigte ihn zweimal und verbuchte insgesamt eine Bilanz von 11-1 im Halbschwergewicht. Dieser Hintergrund gibt dem Wechsel einen klaren Karrierekontext: De Ridder kehrt in eine Division zurück, in der er bereits große Erfolge gefeiert hat, anstatt zum ersten Mal eine neue Gewichtsklasse auszuprobieren. Als er bei der UFC unterschrieb, begann de Ridder aufgrund der dort verfügbaren Kämpfe im Mittelgewicht. Er gab außerdem an, zu Beginn seiner UFC-Karriere leichter gewesen zu sein. Seine Zeit in Amerika ging mit einer Gewichtszunahme einher, und die praktischen Anforderungen des Abnehmens auf 84 kg (185 Pfund) spielten eine immer größere Rolle bei seinen Entscheidungen. In seinem bevorstehenden Kampf gegen Dolidze treffen nun zwei Kämpfer im Halbschwergewicht aufeinander, nachdem beide lange Zeit im Mittelgewicht gekämpft haben. Die Bedeutung des Kampfes wird durch die bisherigen Erfahrungen deutlich. Weder de Ridder noch Dolidze sind derzeit in der Rangliste vertreten, doch de Ridder merkte an, dass das Halbschwergewicht nicht so stark besetzt sei wie das Mittelgewicht. Das garantiere zwar keinen sofortigen Aufstieg, verdeutliche aber, warum ein starker Einstand in dieser Gewichtsklasse, in der der Weg in die Rangliste kürzer sein könnte, von Bedeutung sein kann.
Der Wechsel in die andere Gewichtsklasse ist nur ein Teil von de Ridders Neuanfang. Nach mehreren Jahren beim Kill Cliff FC ist er zum American Top Team gewechselt. Er beschrieb den Wechsel als etwas kontrovers, da die beiden Boxstudios in derselben Stadt verfeindet sind, sagte aber, es sei an der Zeit für eine Veränderung gewesen. De Ridder nannte den Weggang seines ehemaligen Gegners und engen Freundes Aung La Nsang, der sein eigenes Studio eröffnet hat, als Hauptgrund für seinen Wechsel. Beim American Top Team trainiert de Ridder mit den Trainern Mike Brown und Muhammed „King Mo“ Lawal. Er lobte beide Trainer und sagte, das Studio biete ihm eine große Gruppe größerer Trainingspartner – eine wichtige Anpassung für seine Vorbereitung auf den Wettkampf in der 205-Kilo-Klasse.
Ein neues Lager und ein klares Ziel
Reinier de Ridder geht nach zwei Niederlagen gegen Brendan Allen und Caio Borralho in den Kampf gegen Dolidze. Er wies jedoch die Vermutung zurück, dass seine Gewichtsklassen- und Teamwechsel auf mangelndes Selbstvertrauen hindeuten. Stattdessen verwies er auf seine Erfolge in der Anfangsphase seiner UFC-Karriere. De Ridder gewann vier Kämpfe in acht Monaten, besiegte Kevin Holland durch Submission, fügte Bo Nickal dessen erste und bisher einzige Niederlage zu und setzte sich in Abu Dhabi knapp gegen Ex-Champion Robert Whittaker durch. Diese Ergebnisse bilden weiterhin das Fundament, das de Ridder in die Halbschwergewichtsklasse mitnimmt. Er sagte, die Kämpfe hätten ihm gezeigt, wo seine Stärken und Waffen liegen, und betonte gleichzeitig, dass ihm das Training und die Wettkämpfe nach wie vor Spaß machen. Sein erklärtes Ziel für Samstag ist klar: Er will in voller Stärke zurückkehren, seine Fähigkeiten auf Distanz unter Beweis stellen, im Clinch Knie und Ellbogen einsetzen und den Kampf vorzeitig beenden. Er sagte ausdrücklich, dass es ihm am wichtigsten sei, Dolidze – möglichst spektakulär – zu besiegen. Für de Ridder ist der Kampf kein ferner Plan oder eine hypothetische Diskussion um die Rangliste. Es ist die unmittelbare Gelegenheit, zu zeigen, wie sich seine Fähigkeiten nach dem Wechsel der Gewichtsklasse und des Trainingsumfelds auswirken. Das Ergebnis wird sich nach einer Vorbereitung einstellen, die auf ein nachhaltigeres Gewicht, ein neues Trainerteam und größere Sparringspartner ausgerichtet ist.
- De Ridder sagte, dass die schwierigen Gewichtsklassen im Mittelgewicht sowohl seine Erholungsfähigkeit während des Trainingslagers als auch seine Entscheidung, dauerhaft ins Halbschwergewicht zu wechseln, beeinträchtigt hätten.
- Zu De Ridders Erfahrungen im Halbschwergewicht zählen vier Siege durch vorzeitigen Abbruch in seiner frühen Karriere, ein Titelgewinn bei ONE Championship und zwei erfolgreiche Titelverteidigungen.

| Änderung bestätigt | Quellengestützte Details |
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| Gewichtsklasse | Reinier de Ridder wird sein Debüt im UFC-Halbschwergewicht gegen Roman Dolidze geben. |
| Trainingsteam | De Ridder wechselte vom Kill Cliff FC zum American Top Team und arbeitet dort mit Mike Brown und Muhammed „King Mo“ Lawal zusammen. |
Reinier de Ridders Auftritt in Sacramento markiert eine gezielte Rückkehr in die Gewichtsklasse, in der er bereits große Erfolge erzielt hat. Dieser Schritt folgt einer langen Überlegung zum Gewichtslimit im Mittelgewicht, nicht erst nach seinen letzten beiden Kämpfen, und fällt mit einem neuen Trainingslager beim American Top Team zusammen. Gegen Dolidze hat de Ridder die Chance, die Leistung zu zeigen, die er nach eigenen Angaben braucht: eine Erinnerung an seine Reichweite, seine Clinch-Fähigkeiten und seine Fähigkeit, Kämpfe vorzeitig zu beenden – Eigenschaften, die ihn seiner Meinung nach im Halbschwergewicht so gefährlich machen.
Quellen: UFC.com
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