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Sean Brady schätzt Morales höher ein als Prates

Sean Brady erklärt, warum der ungeschlagene Michael Morales für Islam Makhachev eine größere Herausforderung darstellen könnte als der K.o.-gefährliche Carlos Prates.

Sean Brady – Sean Brady sagt einen einseitigen Kampf gegen Makhachev voraus
Wichtige Punkte

Sean Brady erklärt, warum der ungeschlagene Michael Morales für Islam Makhachev eine größere Herausforderung darstellen könnte als der K.o.-gefährliche Carlos Prates.

Sean Brady sieht zwei sehr unterschiedliche Fragen im Kampf um den UFC-Weltergewichtstitel. Carlos Prates besitzt die Knockout-Power, die jeden Kampf in Sekundenschnelle entscheiden kann, doch Brady glaubt, dass Michael Morales Islam Makhachev insgesamt die größere Herausforderung bieten würde. Seine Argumentation basiert auf dem, was bereits offengelegt wurde und was noch nicht. Prates hat in seiner Zeit bei ONE Championship Niederlagen einstecken müssen, in denen seine Gegner ihn zu Boden brachten und den Bodenkampf dominierten. Morales hingegen ist ungeschlagen (19-0), und Brady meint, die offenen Fragen zu seinem Bodenkampf und seiner Kondition machten ihn zu einem schwierigeren Gegner, gegen den man sich gut vorbereiten könne.

Brady behauptet nicht, Morales habe alle Aspekte seiner Fähigkeiten bewiesen. Im Gegenteil, die Unsicherheit ist gerade der Punkt. Morales hat seine Gegner weiterhin besiegt, ohne preisgeben zu müssen, wie er mit einem langen Ringkampf oder dem anstrengenden Tempo einer Meisterschaft umgeht. Prates hingegen, mit einer Bilanz von 24-7, stellt eine bekanntere Gefahr dar: Er kann einen Kampf mit einem einzigen sauberen Schlag beenden, doch es gibt älteres Videomaterial, das zeigt, welche Taktiken seine Gegner gegen ihn angewendet haben. Gegen einen Champion, dessen Spiel auf Kontrolle basiert, misst Brady der noch nicht analysierten Bedrohung mehr Gewicht bei als der zwar furchteinflößenden, aber leichter zu definierenden.

Sean Brady

Warum Brady Kraft von Schwierigkeit trennt

Prates' K.o.-Potenzial ist das Erste, was Brady anerkennt, nicht etwa abtut. Ein gefährlicher Puncher kann einen schlechten Angriff oder einen langsamen Rückzug gnadenlos ausnutzen, und kein taktischer Vorteil beseitigt dieses Risiko. Der Unterschied in Bradys Vergleich liegt darin, was nach den ersten Schlagabtauschen passiert. Er verweist auf frühere Kämpfe, in denen Prates am Boden lag und in der Grappling-Phase besiegt wurde. Morales kann nicht auf eine vergleichbare Erfolgsbilanz zurückblicken. Seine Bilanz weist zwar alle 19 Profikämpfe als Sieger aus, doch sie gibt noch keine Antwort darauf, wie er reagiert, wenn ihn ein Elitegegner wiederholt zum Ringen zwingt oder in die späteren Runden zieht.

Bradys Einschätzung ist daher eher eine Einschätzung der Gegnersituation als eine Behauptung, Morales sei bereits der eindeutige nächste Herausforderer. Er wünscht sich, dass der ungeschlagene Herausforderer zunächst einen anderen führenden Weltergewichtler besiegt und nennt Ian Machado Garry oder Shavkat Rakhmonov als Gegner, die die Frage endgültig klären würden. Makhachev hat zwar Interesse an einer zweiten Titelverteidigung im Weltergewicht gegen Prates bekundet, doch Interesse ist noch kein vereinbarter Kampf. Bradys Argument ist präziser: Wenn die UFC den Schwierigkeitsgrad für den Champion misst, könnte der Gegner mit weniger offenen Fragen die komplexere Vorbereitung erfordern.

Brady hat immer noch seinen eigenen Weg zum Wiederaufbau.

Diese Meinung stammt auch von einem Kämpfer, der Morales' Aufstieg direkt miterlebt hat. Morales stoppte Brady in ihrem Kampf im vergangenen November und verschaffte ihm so einen direkten Einblick in die Schnelligkeit und die Fähigkeit des ungeschlagenen Herausforderers, Kämpfe zu beenden. Brady kehrte seitdem mit einem Punktsieg über Joaquin Buckley zurück und trifft am 7. November im Meta APEX auf Gabriel Bonfim. Brady geht mit einer Bilanz von 19-2 in den Kampf, Bonfim mit 20-1. Ein Sieg dort würde Brady weiterhin im Rennen um die begehrten Titelkandidaten halten, obwohl seine aktuelle Aufgabe darin besteht, gegen Bonfim zu kämpfen, anstatt Makhachevs nächsten Gegner auszuwählen.

  • Prates verfügt über nachgewiesene Schlagkraft, aber Brady glaubt, dass frühere Niederlagen im Bodenkampf eine brauchbare Taktik gegen ihn offenbaren.
  • Morales ist mit 19:0 ungeschlagen, während seine Reaktion auf längeres Ringen und Ermüdung in späteren Runden weitgehend unerprobt bleibt.
  • Brady möchte, dass Morales einen Konkurrenten wie Ian Machado Garry oder Shavkat Rakhmonov besiegt, bevor er eine Titelchance erhält.
  • Bradys nächster Kampf ist der Hauptkampf der Meta APEX-Veranstaltung am 7. November gegen Gabriel Bonfim.
Sean Brady
Weltergewicht Bradys geäußerte Ansicht oder bestätigter Status
Michael Morales Schwierigere, unbekannte Begegnung; ungeschlagen bei 19-0
Carlo Prates Hohe K.o.-Gefahr nach Niederlagen im Grappling; 24-7
Islam Machatschew Hat Interesse an Prates für eine zweite Titelverteidigung im Weltergewicht gezeigt.
Sean Brady Gabriel Bonfim trifft am 7. November, nachdem er Joaquin Buckley besiegt hat.

Bradys Vergleich ist hilfreich, weil er nicht so tut, als wären Kraft und Schwierigkeit dasselbe. Prates mag die offensichtlichere Waffe besitzen, um einen Kampf zu beenden. Morales hingegen kann einen Champion zwingen, sich auf Möglichkeiten vorzubereiten, die im Videomaterial noch nicht sichtbar sind. Keine dieser Beobachtungen führt direkt zu einem Titelkampf, und Brady selbst sagt, Morales brauche noch einen weiteren Sieg gegen einen Top-Gegner. Was der Vergleich aber liefert, ist die Erklärung eines Kämpfers dafür, warum ein ungeschlagener Herausforderer mit offenen Fragen gefährlicher wirken kann als ein erfahrener Kämpfer, dessen größte Stärke – und größte Schwäche – bereits bekannt sind.

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