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Movsar Evloev kritisiert Frauen-MMA

Movsar Evloev sagte, er finde Frauen-MMA schwer anzusehen, nannte aber den Rückkampf zwischen Jedrzejczyk und Namajunas als Ausnahme.

Movsar Evloev — Movsar Evloev feiert im UFC-Octagon.
Wichtige Punkte

Movsar Evloev sagte, er finde Frauen-MMA schwer anzusehen, nannte aber den Rückkampf zwischen Jedrzejczyk und Namajunas als Ausnahme.

Movsar Evloev hat sich nie gescheut, seine Meinung klar zu äußern, und seine jüngsten Kommentare dürften die MMA-Fans spalten. Der ungeschlagene Federgewichtler erklärte, er schaue sich keine Frauenkämpfe an, da er sie schwer erträglich finde. Er ging sogar so weit, eine eigene UFC für Frauen vorzuschlagen, ohne jedoch zu erläutern, wie ein solches Modell funktionieren würde oder ob die UFC dies tatsächlich in Erwägung ziehe.

Evloev nannte jedoch eine klare Ausnahme. Er lobte den zweiten Kampf zwischen Joanna Jedrzejczyk und Rose Namajunas als guten, hochklassigen Wettkampf. Dieses Detail ist wichtig, da es zeigt, dass seine Kritik als persönliche Reaktion auf die von ihm gesehenen Frauenkämpfe formuliert war und nicht als Ankündigung eines politischen Vorschlags. Die UFC hat keine Änderungen an ihren Frauendivisionen angekündigt, und Evloev sprach nur für sich selbst.

Movsar Evloev

Evloevs Äußerungen laden zu einer naheliegenden Debatte ein.

Die Position des Federgewichtlers ist eindeutig. Evloev gab an, generell nicht viele Kämpfe zu sehen und die meisten Frauenkämpfe, die er gesehen hat, hätten ihm nicht gefallen. Sein Verweis auf Jedrzejczyk und Namajunas war ein seltenes positives Beispiel, doch er sprach weder über aktuelle Champions noch über bestimmte Gewichtsklassen oder die Athletinnen, die heute in diesen antreten.

Sein Vorschlag einer separaten Promotion wirkt daher eher wie eine provokante Meinung als ein ausgearbeiteter Plan. Er präsentierte weder ein Format noch eine Kämpferliste oder ein Geschäftsmodell, und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die UFC-Verantwortlichen ihn um diese Idee gebeten haben. Fans können seiner Einschätzung zustimmen oder sie ablehnen, sie sollte jedoch nicht als Entscheidung der Organisation dargestellt werden. Die Titelkämpfe der Frauen bleiben weiterhin Teil des UFC-Programms, genau wie vor dem Interview.

Die Reaktion auf die Äußerungen wird auch durch den Zeitpunkt beeinflusst. Evloev steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere, daher erhalten Kommentare im Zusammenhang mit seiner Titelchance naturgemäß mehr Aufmerksamkeit. Seine Erfolge verleihen ihm Autorität als Spitzensportler, doch sie rechtfertigen kein Urteil über einen ganzen Aspekt des Sports aufgrund persönlicher Vorlieben.

Für Evloev steht ein Titelkampf bevor.

Berichten zufolge wird Evloev im Hauptkampf von UFC 333 in Abu Dhabi im nächsten Monat über fünf Runden gegen Alexander Volkanovski um die Federgewichtsmeisterschaft antreten. Er geht mit einer makellosen Profibilanz von 20:0 in diesen Kampf. Der amtierende Champion Volkanovski steht bei 28 Siegen und 4 Niederlagen. Diese Zahlen erklären, warum Evloev eine Titelchance erhält und warum seine Aussagen weit mehr Aufmerksamkeit erregen als ein gewöhnliches Interview.

Eine ungewöhnliche Statistik begleitet den Herausforderer vor dem Kampf: Evloev hat zehn UFC-Kämpfe bestritten, ohne einen vorzeitigen Sieg zu erringen. Seine Siegesserie basiert auf Kontrolle, Konstanz und gewonnenen Runden, nicht auf K.o.-Siegen oder Aufgabesiegen. Gegen Volkanovski wird er diese Stärken brauchen, um über die volle Distanz gegen den wohl erfolgreichsten Gegner seiner Karriere bestehen zu können.

Die sportliche Frage ist unabhängig von der durch seine Äußerungen ausgelösten Kontroverse. In der Diskussion um Frauen-MMA geht es um Evloevs Geschmack als Zuschauer; bei UFC 333 geht es darum, ob er seine ungeschlagene Bilanz in einen Titelgewinn ummünzen kann. Die Kombination beider Themen mag zwar für eine reißerischere Schlagzeile sorgen, ändert aber nichts am Kern der Geschichte.

  • Evloev sagte, er finde Frauenkämpfe schwer anzusehen und schlug eine separate UFC für Frauen vor.
  • Er hob den zweiten Kampf zwischen Jedrzejczyk und Namajunas als positive Ausnahme auf hohem Niveau hervor.
  • Der ungeschlagene Federgewichtler (20-0) soll Berichten zufolge bei UFC 333 in Abu Dhabi gegen Alexander Volkanovski antreten.
Movsar Evloev
Thema Evloev Was bekannt ist
Kommentare zum Frauen-MMA Es handelt sich um Evloevs persönliche Meinung; die UFC hat keine diesbezügliche Richtlinie bekannt gegeben.
Benannte Ausnahme Er lobte den zweiten Kampf zwischen Joanna Jedrzejczyk und Rose Namajunas.
Nächste Aufgabe Berichten zufolge soll er bei UFC 333 gegen Volkanovski um den Federgewichtstitel antreten.

Evloevs Äußerungen werden sowohl Kritik als auch Zustimmung hervorrufen, und diese Debatte ist verständlich. Unklar bleibt jedoch die Grenze zwischen Meinung und Handlung. Er kritisierte die von ihm gesehenen Frauenkämpfe, machte eine positive Ausnahme und brachte eine unausgereifte Idee ins Spiel. Die UFC kündigte keine separate Promotion an, und keine Kämpferin war für seine Aussage verantwortlich.

Seine nächste Chance, sich sportlich zu beweisen, bietet sich ihm im Käfig. Ein Titelkampf gegen Volkanovski wird den ungeschlagenen Herausforderer weitaus direkter auf die Probe stellen als jedes Interview. Bis dahin ist die einfachste und zugleich fairste Interpretation: Evloev äußerte eine kontroverse persönliche Ansicht, während er sich auf den entscheidenden Kampf seiner Karriere vorbereitete.

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